Abgelaufene Beiträge

Hier finden Sie Artikel, die nicht mehr ganz neu, aber immer noch wichtig sind.

Waldbegang am 28.03.2026

Am 28.03. fand der jährliche Waldbegang statt. Treffpunkt war um 9:00 Uhr am Friedhof Schellenberg, wo zunächst die zu besichtigenden Flächen besprochen wurden.

Anwesend waren die Revierförsterin Elena Männer, der Jagdpächter mit einem Jäger, drei Jagdgenossen sowie drei Mitglieder der Vorstandschaft.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Männer begann die Begehung am Reischenlehen. Zunächst wurde eine Fläche besichtigt, bei der nach dem Orkan Emma 2008 eine Kahlfläche zurückblieb und jetzt die Buche dominiert. Tanne und Edellaubhölzer sind überwachsen. An dieser Stelle wurde deutlich, welche Auswirkungen eine zu geringe Bejagung – wie in den vergangenen Jahrzehnten geschehen – haben kann.

Es zeigte sich ein stark entmischter Wald, in dem sich nahezu ausschließlich die Buche durchgesetzt hat. In diesem Zusammenhang wurde auch erläutert, wie solche Waldabschnitte mit Durchforstung wieder verbessert werden können. Dafür gäbe es auch finanzielle Förderung vom AELF, so Männer.

An einem weiteren Waldstück konnte eine Verjüngungsfläche besichtigt werden. Dort wurde auch erklärt, wie die sogenannte revierweise Aussage zustande kommt. Zunächst werden die standorttypischen Baumarten festgestellt, z.B. weil es viele Alttanne gibt. Dann wird festgestellt, ob mehr als zwanzig Prozent dieser Baumarten unverbissen sind. Da dies auf dieser Fläche nicht der Fall war, ergibt die Einwertung ein „zu hoch“. Hier wurde auch bemerkt, dass einige Tann Einzelschutz aufweisen. Jagdvorsteher merkte kritisch an, dass dadurch die „Zeigerpflanze Tanne“ fehlt. Diese könne sich zwar dann entwickeln, jedoch nachgeordnete Baumarten wie Berghorn etc. eben nicht.

Der zweite Standort war der Tiefenbach. Dort wurden ein Waldstück mit hohem Altbestand sowie eine frisch abgeholzte Fläche begutachtet. Auch hier ergaben sich wieder informative Gespräche und fachliche Erläuterungen.

Es wurde hervorgehoben, dass aus waldbaulicher Sicht zunächst der Jäger in der Verantwortung stehe, damit der natürliche Anflug wachsen kann. Ab einer bestimmten Baumgröße gehe diese Verantwortung für den Wirtschaftswald jedoch auf den Waldbesitzer über. Regelmäßiges Freischneiden und eine entsprechende Pflege sind dann nötig.

Die Tanne wurde dabei wieder als wichtiger Indikator genannt, um zu beurteilen, ob eine natürliche Verjüngung möglich ist oder ob der Wildverbiss zu hoch ist.

Als letzte Station wurde der Turmwald besichtigt. Dieser Besuch viel kürzer aus, weil keine passende Verjüngungsfläche gefunden wurde. Nach einem abschließenden Austausch bedankten sich Frau Männer sowie der erste Vorstand, Herr Ponn, für das rege Interesse und beendeten den Waldbegang.

Der Waldbegang war wie immer ein sehr lehrreiches Zusammenkommen, welches man nur empfehlen kann! Ein besonderer Dank gilt Frau Männer, die zu allen Fragen fundierte und verständliche Antworten geben konnte.

Jagdversammlung 2026

Liebe Jagdgenossinnen, liebe Jagdgenossen,

am 27.03.2026 findet um 19:30 Uhr die Jagdversammlung des Gemeinschaftsjagdreviers Landschellenberg statt.

Vortrag von Prof. Dr. Andreas König zu "Jagd in Zeiten des Klimawandels"

Herr König stellt in diesem Vortrag sehr eindrucksvoll den Jahreszyklus unseres Rehwildes dar. Diese ohnehin schon sehr angepasste Schalenwildart profitiert außerordentlich vom Klimawandel. Für uns als Jagdgenossenschaft bedeutet das aber auch die Notwendigkeit, auf angepasste Bejagung und Fütterung (falls überhaupt notwendig) hinzuwirken.

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